Personen-Lexikon

Lexikon der Referenten der „Leitfossilien“-Reihe und weiterer Wissenschaftler

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Prof. Dr. Ivo Schneider

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Ivo Schneider studierte vorerst Mathematik und Physik mit Studienabschluss als Diplom-Mathematiker naturwissenschaftlicher Richtung an der LMU München; danach die Geschichte der Naturwissenschaften und der Mathematik am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften der LMU München, welches er durch Promotion abschloss. Im Anschluss an seine Habilitation war er als Gastprofessor am Program in History and Philosophy of Science der Princeton University tätig. Von 1980 bis 1995 hatte Schneider eine Professur für Geschichte der Naturwissenschaften an der LMU München. Während dieser Zeit lehrte er darüber hinaus als Gastprofessor und im Rahmen von Lehraufträgen an den Universitäten Salzburg, Bielefeld, Minnesota/USA und Budapest u.a. Von 1988 bis 1998 war Ivo Schneider Sprecher des Graduiertenkollegs am Deutschen Museum „Wechselbeziehungen zwischen Naturwissenschaften und Technik im deutschsprachigen Raum“, welches das erste in Bayern eingerichtete Graduiertenkolleg war. Von 1995 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 war er als Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität der Bundeswehr München tätig.
Der gebürtige Münchner war und ist Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen wissenschaftshistorischen Vereinigungen: Seit 1995 membre effectif der Académie Internationale d’Histoire des Sciences, von 1990 bis 2006 Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Museums sowie Vorstandsmitglied des Münchner Zentrums für Wissenschafts- und Technikgeschichte (MZWTG) (1997-2006) u.a.
Im Jahr 1971 wurde der Wissenschaftler mit dem Erhalt des Rudolf-Kellermann-Preises für Geschichte der Technik geehrt; 1990 mit dem Preis des Deutschen Museums für Publikationen von Mitarbeitern für die Sparte Buchveröffentlichungen. 2004 wurde Schneider die Ehrendoktorwürde durch die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest verliehen.

Curriculum Vitae

1963 Abschluss des Studiums der Mathematik und Physik (Diplom-Mathematiker), LMU München
1963 – 1968 Studium der Geschichte der Naturwissenschaften und der Mathematik am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften der LMU München mit Abschluss durch Promotion zum Dr. rer. nat mit der Arbeit „Der Mathematiker Abraham de Moivre (1667-1754)“
1972 Habilitation mit der Schrift „ Die Entwicklung des Wahrscheinlichkeitsbegriffs in der Mathematik von Pascal bis Laplace“ für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften an der LMU München
1972 – 1973 Gastprofessor am Program in History and Philosophy of Science der Princeton University
1980 – 1995 Professor für Geschichte der Naturwissenschaften der LMU München
1982 – 1983 Lehrauftrag in Salzburg
1983 Gastprofessor am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld (Projekt „The Probabilistic Revolution (1800-1930)“)
1988 Gastprofessor an der Universtity of Minnesota in Minneapolis/USA
1988 – 1989 Lehrauftrag in Salzburg
1988 – 1998 Sprecher des Graduiertenkollegs am Deutschen Museum „Wechselbeziehungen zwischen Naturwissenschaften und Technik im deutschsprachigen Raum“
1990 – 2006 Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Museums
1995 – 2003 Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität der Bundeswehr München
Seit 1995 Membre effectif der Académie Internationale d’Histoire des Sciences
1997 – 2006 Vorstandsmitglied des Münchner Zentrums für Wissenschafts- und Technikgeschichte (MZWTG)
1999 Gastprofessor an der TU Budapest
Seit 2003 Emeritus
2013 Bundesverdienstkreuz am Bande

Vorträge bei uns

25.10.2017 19:00 – 20:30 Newton und Kant – die neuzeitliche Naturwissenschaft und ihre Begründung Einfach genial
18.04.2012 19:00 – 20:30 Goethe ein Vorbild für die negative Einstellung deutscher Bildungsbürger zur Mathematik? Mathematics on Stage
18.01.2001 19:00 – 20:30 Der Proportionalzirkel – ein universelles Rechengerät und Symbol der mathematischen Praxis Aufbruch zu neuen Ufern – Messen – Zeichnen – Drucken